Beängstigendes Arlarmsignal

© Diakonisches Werk in Baden e.V.

Zu der 16. Aktionswoche hat die Landesarmutskonferenz aufgerufen. Sie steht unter dem Motto "Der Mensch ist mehr als eine Zahl". Nach Angaben der Organisatoren sind mehr als 100 Veranstaltungen im Südwesten geplant.

Das Diakonische Werk Baden ist Mitglied der Landesarmutskonferenz. Vorstandsmitglied Dr. Ulrike Hahn sagte, rund 15 Prozent der Menschen im Südwesten hätten weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens. Dass es Baden-Württemberg wirtschaftlich gut gehe, verschlechtere die Situation sogar, weil Lebenshaltungskosten und Mieten entsprechend hoch seien: „Armut in einem reichen Land trifft die Betroffenen besonders hart“.

Zu der 16. Aktionswoche hat die Landesarmutskonferenz aufgerufen. Sie steht unter dem Motto "Der Mensch ist mehr als eine Zahl". Nach Angaben der Organisatoren sind mehr als 100 Veranstaltungen im Südwesten geplant.  

Das Diakonische Werk Baden ist Mitglied der Landesarmutskonferenz. Vorstandsmitglied Dr. Ulrike Hahn sagte, rund 15 Prozent der Menschen im Südwesten hätten weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens. Dass es Baden-Württemberg wirtschaftlich gut gehe, verschlechtere die Situation sogar, weil Lebenshaltungskosten und Mieten entsprechend hoch seien: „Armut in einem reichen Land trifft die Betroffenen besonders hart“.  

Besonders betroffen seien Arbeitslose, Alleinerziehende, Kinder, junge Erwachsene und Rentner. Hahn, die auch Sprecherin der Landesarmutskonferenz ist, warb für eine "Politik des sozialen Ausgleichs". Priorität müsse die Erhöhung des Hartz-IV-Regelsatzes haben. Die aktuell 424 Euro im Monat seien viel zu niedrig. Dazu brauche man mehr Bildungsgerechtigkeit, beispielsweise durch neben- und außerschulische Angebote. Bildungserfolg dürfe nicht mehr von der sozialen Herkunft abhängen.   Die Teilnehmer verwiesen auf die wachsende Zahl der Kunden in Tafelläden. Bundesweit inzwischen 1,6 Millionen Menschen solche Läden. Tafeln seien "Lückenbüßer für die verfehlte Sozialpolitik in Deutschland und Europa".  

Mia Koch vom DGB-Landesverband wies darauf hin, dass in Baden-Württemberg alleine in den Großstädten 123.000 Wohnungen fehlten. Sie forderte deshalb, im Südwesten wieder eine Wohnungsbaugesellschaft zu gründen, um mehr Sozialwohnungen zu schaffen. Außerdem sei die Mietpreisbremse zu verschärfen. Der Zweckentfremdung von Wohnungen müsse vorgebeugt werden.   Die Aktionswoche "Armut bedroht alle" wird gemeinsam von der Liga der freien Wohlfahrtspflege und der Landesarmutskonferenz getragen.


(Quelle: Diakonie Baden; Website: www.diakonie-baden.de; 14. Oktober 2019)