Für einen starken Flüchtlingsschutz: Diakonie Neckar-Odenwald unterstützt Memorandum für Menschlichkeit und Zusammenhalt
Anlässlich des Weltflüchtlingstags und 75 Jahre nach Verabschiedung der Genfer Flüchtlingskonvention fordern 275 Organisationen zum Umdenken im Flüchtlingsschutz auf: Es geht auch anders!
Anlässlich des Weltflüchtlingstags und 75 Jahre nach Verabschiedung der Genfer Flüchtlingskonvention unterstützt die Diakonie Neckar-Odenwald das „Memorandum für einen starken Flüchtlingsschutz“, dass heute von 275 Organisationen vorgestellt wurde.
Das Memorandum macht deutlich: Menschenrechte sind die Grundlage eines friedlichen Zusammenlebens – und gelten ausnahmslos für alle. Gerade in Zeiten zunehmender politischer Spannungen und restriktiver Asylpolitik ist es entscheidend, Schutzsuchenden ein Leben in Würde und Sicherheit zu ermöglichen.
„Migration und Flucht gehören zur Realität unserer Gesellschaft. Entscheidend ist, wie wir damit umgehen“, betont Nancy Gelb, stellvertretende Geschäftsführerin der Diakonie Neckar-Odenwald. „Wir brauchen eine verlässliche Infrastruktur, die Integration von Anfang an ermöglicht – mit echter Teilhabe, Beratung und Perspektiven für die Menschen.“
Das Memorandum beschreibt konkrete Herausforderungen: Geflüchtete erleben häufig langwierige und belastende Verfahren, unsichere Lebensbedingungen und eingeschränkte Teilhabe. Gleichzeitig zeigt es Wege auf, wie Schutz und Integration gelingen können – etwa durch faire Asylverfahren, sichere Fluchtwege und den Zugang zu sozialen Rechten von Beginn an.
Auch Guido Zilling, Geschäftsführer der Diakonie Neckar-Odenwald, unterstreicht die Bedeutung eines konsequent menschenrechtsbasierten Ansatzes: „Ein funktionierender Flüchtlingsschutz stärkt nicht nur die Betroffenen, sondern unsere Gesellschaft insgesamt. Wenn Menschen von Anfang an Zugang zu Bildung, Arbeit und Teilhabe haben, profitieren wir alle – sozial, wirtschaftlich und menschlich.“
Das Memorandum setzt dabei auf eine klare Vision: weg von Abschottung und Ausgrenzung – hin zu einem solidarischen, gerechten und zukunftsfähigen Umgang mit Flucht und Migration. Dazu gehören unter anderem: die konsequente Umsetzung der Genfer Flüchtlingskonvention, sichere und legale Fluchtwege, faire und rechtsstaatliche Asylverfahren, gute Startbedingungen durch soziale Rechte und echte Teilhabe und Mitbestimmung.
„Es geht auch anders“, lautet die zentrale Botschaft des Memorandums. Viele Initiativen, Organisationen und engagierte Menschen zeigen bereits, wie Integration vor Ort gelingt – durch Begegnung, Unterstützung und gelebte Solidarität.
Die Diakonie Neckar-Odenwald schließt sich diesem Appell an und setzt sich weiterhin aktiv für menschenwürdige Aufnahmebedingungen und nachhaltige Integrationsstrukturen ein.
