Nicht allein mit den Problemen
Angehörige psychisch erkrankter Menschen geraten in Not und müssen lernen, damit umzugehen. Im geschützten Rahmen war es den zahlreich erschienen Angehörigen möglich, ihre Beziehung zu dem Erkrankten und die damit verbundenen Sorgen mitzuteilen und Erfahrungen im gemeinsamen Austausch zu reflektieren.
Die Angehörigen schilderten eindrucksvoll, wie schwer es sei, die Hoffnung aufrecht zu erhalten angesichts der Unsicherheit und Ungewissheit, ob und wann sich bezüglich der Erkrankung etwas zum Besseren wendet. Wenn die Bereitschaft zur Behandlung oder die Krankheitseinsicht gering ist und sich der Krankheitszustand nicht verbessert, ist die empfundene Hilflosigkeit groß. Dies aushalten zu können, stellt für die Angehörigen eine große Herausforderung dar.
Eine psychische Erkrankung verändert die Betroffenen und das Umfeld und es ist ein Lernprozess des miteinander Klarkommens, der sehr lange andauern kann. Scharfenberger betonte, dass es wichtig sei, die Erkrankten nicht aus der Verantwortung zu nehmen, etwas an der Erkrankung zu ändern. Wichtig sei es auch, bei stationärer oder ambulanter Behandlung darauf hinzuwirken, die Angehörigen miteinzubeziehen.
Weitere Treffen zum Erfahrungsaustausch, zur Entlastung und zur Information finden am 1. Donnerstag im Monat von 18-20 Uhr im Diakonietreff des Diakonischen Werkes, Neckarelzer Str. 1, in Mosbach (Eingang neben City Parkhaus). Statt. Begleitet werden die Treffen von Frau Ulrike Dinkelacker und Frau Carolin Falk.
Die aktuellen Termine finden Sie unter unseren Veranstaltungen.
Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.